Santos, oder wie alles begann Teil 1

Hey, ich liebe Schnee
Hey, ich liebe Schnee

Meine Geschichte

Ich wurde am 23.09.1998 in der Nähe von dem Ort Rotenburg (Wümme) geboren.
Die ersten acht Wochen verbrachte ich mit meinen Geschwistern bei unserer Züchterin, aber schon bald war nur noch ich zu vermitteln, denn die Anderen hatten bereits ein neues Zuhause gefunden. Aber  dann kamen meine neuen Besitzer mit Ihren Kindern und schnell stand fest, dass sie mich zu sich nehmen wollten.
Einige Tage später war es dann soweit, Herrchen und Frauchen kamen mich abholen. Es wurden noch diverse Sachen von der Züchterin gekauft und dann ging es ab nach Hause. Ich konnte mich allerdings gar nicht so recht freuen, denn es ging mir gar nicht so gut. Nach Aussage der Züchterin hatte ich wohl einen “ leichten Husten”.
Zuhause angekommen, war doch alles recht neu.  Willi und Easy (unsere Samtpfoten) , waren ziemlich entsetzt als sie mich das erste Mal sahen. Ich habe dann in einem Karton neben den Bett meines neuen  Rudels geschlafen, aber das gefiel mir eigentlich gar nicht so gut. Schließlich habe ich mir dann ein schönes Plätzchen für mein Körbchen, dass übrigens noch viel zu groß war, im Hausflur gesucht. Das war viel besser.
Leider ging es mir immer schlechter, draussen war es sehr kalt und mein Husten wurde immer schlimmer. Da ich auch schon einiges an Gewicht verloren hatte und nun gar nichts mehr fressen wollte, ging es sofort ab zum Tierarzt. Die Tierärztin gab mir so einige scheußliche Spritzen und diagnostizierte eine schwere Bronchites. Das einzig Gute daran war, dass sie mir ein äußerst reichhaltiges und schmackhaftes Futter verordnete, damit ich wieder zu Kräften kam.
Nach einigen bangen Wochen ging es mir dann endlich wieder besser und ich konnte den ersten Schnee meines Lebens genießen. Nun begann eine unbeschwerte Zeit, und ich genoß unsere Waldspaziergänge in vollen Zügen. Mit dem Gehorsam hatte ich nicht viel im Sinn und ich versuche immer wieder diese Wesensart beizubehalten. Das brockte mir natürlich jede Menge Ärger ein und dann mußte ich auch noch zur Hundeschule, wo ich überhaupt keine Lust drauf hatte. Aber zum Glück habe ich mir so einige Macken bewahren können. So macht es zum Beispiel doch einfach zuviel Spaß, ganz unvermittelt an der Leine zu reissen,  so dass Frauchen entweder das Gleichgewicht völlig verliert oder doch zumindest meine Richtung kurzfristig einschlagen muß.
Als ich dann ein halbes Jahr alt war, hatte ich morgens öfter Schwierigkeiten beim Aufstehen und schließlich belastete ich das rechte Hinterbein so gut wie gar nicht mehr. Der Kommentar unserer TA war lediglich dass ich mich wohl nur vertreten hätte und Herrchen und Frauchen mich doch nicht “ständig krank reden” sollten. So wechselten wir den TA und dieser röntge mich und teilte uns die erschreckende Diagnose “mittlere bis schwere HD beiderseits” mit. Meine Rudelführer waren sehr traurig und völlig ratlos wie es nun weitergehen sollte.
Nach einem Erfahrungsaustausch im Internet ( Yorckie ) bekamen wir viele wertvolle Tipps und das Wichtigste: Neuen Mut und Zuversicht, dass es viele Möglichkeiten gibt, mir weiterhin ein Beschwerdefreies und glückliches Leben zu ermöglichen
So tobe ich jetzt wie zuvor mit unserem Familienzuwachs “Ayla” durch unser Revier, das wir auch lautstark gegen andere Hunde und Eindringlinge zu verteidigen wissen, sehr zum Leidwesen unserer Rudelchefin, die sich dann immer für unser rüpelhaftes Benehmen entschuldigen muß. Dann gehts natürlich wieder verstärkt mit den Gehorsams- bzw. Unterordnungsübungen los, aber das muß man dann eben gelassen über sich ergehen lassen, mit dem Wissen, beim nächsten Mal versuche ich es eben wieder, mal sehen wer die größere Ausdauer hat.
Und letzte Woche hat doch so ein frecher Rüde es gewagt, mir eine Art Piercing in den Lefzen zu verpassen, da war ich doch etwas überrascht das auch mir (ich bin nämlich ein ganzer Kerl…) so etwas passieren kann.
Fortsetzung folgt…

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